Die Filterung

Artikel über Sauerstoffkonzentratoren
Ein paar Worte zu Sauerstoffanlagen
Koihaltung in Umlaufanlagen

Durch die Fütterung entstehen Stoffwechselprodukte, die aus dem Wasser entfernt werden müssen. In Koiteichen hat sich die Kombination aus mechanischer und biologischer Filterung durchgesetzt, um diese Belastungen abzubauen und den Fischen angemessene Lebensbedingungen zu bieten. Der Filter wird üblicherweise neben dem Teich angelegt und sollte wenigstens 20%, für optimale Wasserqualität am besten sogar 30% des Teichvolumens haben. Von Frühjahr bis Herbst werden stündlich zwischen einem Drittel und der Hälfte des Teichvolumens durch den Filter gepumpt. Im Winter, wenn die Fütterung bedingt durch die niedrigen Temperaturen eingestellt wird, reduziert man den Filterdurchfluss. Die geringere Durchströmung des Teiches ist eine Voraussetzung für die Winterruhe der Koi. Jedoch darf der Filter nicht vollständig abgestellt werden.

Oftmals stößt man auf Unverständnis und Ungläubigkeit, wenn man einen Interessenten in Fragen der Filterung berät. Soo riesengroß? Aber ich habe doch einen Filtertopf gesehen, der soll 20 Kubikmeter Wasser filtern. Das geht so weit, dass der Berater zum Schluss manchmal auch noch als arrogant und überspannt abgestempelt wird. Wenn man dann auch noch auf eine Teichheizung hinweist, gerät man unter den Verdacht, Snobismus pur zu betreiben. Bedenken Sie aber, dass Sie die Verantwortung für Ihre Koi übernommen haben. Die Gesundheit und die Lebenserwartung Ihrer Fische hängt von Ihnen ab. Alle Ausscheidungen der Koi werden in den eigenen Lebensraum abgegeben. Die Koi schwimmen sozusagen in ihrer eigenen Toilette. Mit zunehmender Anzahl von Tieren, die nach der Anschaffung noch beträchtlich wachsen, muss die Filteranlage eine bestimmte Mindestleistung bringen. Da eine Erweiterung fast nie durchgeführt werden kann, muß man einfach akzeptieren, dass eine Filteranlage gar nicht groß genug sein kann.

Bewährt haben sich Filter, die aus mehreren Kammern bestehen. Zunächst müssen Kot, Futterreste, abgestorbene Pflanzenteile, Laub, Schwebeteilchen usw. durch Ableiten vom Teichboden und durch einen Oberflächenabsauger entfernt werden. Das abgesaugte Wasser gelangt zunächst in ein Absetzbecken und eine nachgeschaltete Bürstenkammer. Wenn diese einen trichterförmigen Boden mit Ablauf und Schieber (Kugelhahn) zum Abwasserkanal haben, erleichtert das den regelmäßigen Reinigungsaufwand ganz erheblich. Das mechanisch vorgereinigte Wasser enthält noch die gelösten Stoffwechselprodukte der Fische. Diese werden anschließend in einem praktisch wartungsfreien biologischen Filter durch Bakterien zu Nährstoffen für die Pflanzen umgewandelt. Die Bakterienaktivität kann man durch eine elektrische Luftpumpe mit Ausströmersteinen innerhalb der Filterkammern unterstützen. Damit die Nährstoffe aus dem Filter nicht zu einem unkontrollierbaren Wachstum der Fadenalgen führen, muss ein entsprechend großer Pflanzenbestand im Teich vorhanden sein. Eine weitere erprobte Variante die Nährstoffe aus dem Wasser zu bekommen, ist eine zumindest teilweise Durchleitung des Wassers durch einen bepflanzten Bach oder durch ein Becken mit Sumpf- und Wasserpflanzen. Diese Filterkombination ist bei ausreichender Größe in der Lage, auch Schwebealgen und damit das von Teichbesitzern gefürchtete "grüne Wasser" zu verhindern. Kristallklares und qualitativ gutes Wasser zeigen, dass der Filter nicht überfordert ist und optimal arbeitet. Der Fachhandel bietet Filterbakterien in flüssiger oder pulverisierter Form an, die bei Neuanlagen oder stark belasteten Teichen sehr zu empfehlen sind. In den letzten Jahren hat sich immer mehr die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine tägliche Zufuhr von Frischwasser, hohe Sauerstoffsättigung des Wassers und eine stabile Wassertemperatur ein Garant für vitale, gesunde Koi ist.

Problematisch wird die Filterung in kleinen Innenhälterungen zur Winterzeit oder auf Ausstellungen. Da sich in der Kürze der Zeit keine nennenswerte biologische Wirkung der Filter einstellt, sind verschiedene Kombinationen ausprobiert worden. Auf den Ausstellungen, die der KLAN veranstaltet, wird nach langen Versuchsreihen eine Filterung aus speziell erprobten Zeolithen in Verbindung mit Aktivkohle eingesetzt. Mit einem zusätzlichen Skimmer und Venturidüse versehen, schafft es diese Filterung, dem Wasser sehr schnell alle Schadstoffe und Schwebeteilchen zu entziehen. Zusätzlich bringt der Skimmersog in Verbindung mit der Venturidüse eine große Menge Sauerstoff ins Wasser, so dass eine zusätzliche Belüftung in den Becken entfallen kann. Der Betrachter sieht die Koi durch eine relativ ungestörte Wasseroberfläche. Ständige Wasserproben belegen die gute Wirksamkeit der nicht ganz preiswerten Kombination.