Der Koi-Teich

Teiche von unseren Mitgliedern
Der japanische Garten von GŁnter Heymans (externer Link)


Wenn man nicht gerade einen bestehenden Teich oder ein Biotop für die Koihaltung umbauen will, sondern frei über die Lage des Teichs entscheiden kann, bietet die Nähe zum Haus verschiedene Vorteile. Vor allem kann man die Koi vom Haus aus bei jedem Wetter füttern und idealer weise sogar vom Sessel aus beobachten.

Der Teich sollte zumindest halbtags Sonne bekommen. Bei voller Sonneneinstrahlung kann eine teilweise Schattierung angebracht sein. Um einerseits die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht möglichst gering zu halten und andererseits die Koi auch sicher zu überwintern, sollte der Teich 1,80 - 2 m tief sein, eine Abdeckung oder sogar eine regelbare Heizung haben. Daneben können natürlich auch flachere Zonen angelegt werden. Bedenken sollte man auch, dass die oftmals verkündete Wasserschichtung mit konstanten Temperaturen wie in einem Natursee nicht möglich ist. Aufgrund der auch im Winter erforderlichen Filterung verwirbelt die Strömung alle Temperaturschichten. Angesichts der beachtlichen Länge, die ausgewachsene Koi erreichen können, sollten 15 m³ die Mindestgröße eines Teichs sein. Weil eine nachträgliche Erweiterung sehr arbeitsaufwendig und teuer ist, empfiehlt es sich von vornherein ein möglichst großes Volumen vorzusehen. Schließlich beansprucht ein ausgewachsener Koi mindestens 1 m³ gut gefiltertes Wasser.

Der Teich kann entweder ebenerdig oder erhöht unter Verwendung des Aushubs bzw. mit einer Mauer angelegt werden. Die Form muss eine gute Durchströmung ermöglichen und kann natürlich geschwungen oder geometrisch sein, entsprechend dem Stil des Gartens, egal ob naturnah, modern oder fernöstlich. Bei Wasserpflanzen beschränkt man sich auf robuste Exemplare wie Seerosen, Schwertlilien oder Binsen, da ausgewachsene Koi zartere Pflanzen gern als Ergänzung ihrer Speisekarte ansehen. Pflanzen sollen grundsätzlich in Kies stehen, am besten mit einigen groben Steinen abgedeckt. Kleinere Steine ohne Schutz werden von den Fischen bei der Futtersuche im Teich verteilt. Grundsätzlich dürfen keine Pflanzen in Erde, auch nicht in oftmals angebotene Teicherde eingesetzt werden. Der in der Erde enthaltene Dünger verursacht trübes und grünes Wasser, kann damit auch die Wasserwerte negativ beeinflussen.

Es gibt in Deutschland einige Spezialbetriebe, die koigerechte Teiche anlegen können ( siehe Anzeigen im KLAN-Koimagazin). Häufig werden Teiche im Eigenbau erstellt. Die dafür angebotene Fachliteratur ist vor allem hinsichtlich der Filtertechnik entweder zu knapp geraten oder nicht auf dem neuesten Stand der Technik. Am besten lassen Sie sich vor Baubeginn die periodisch aktualisierte KLAN-Information zum Thema Filter zusenden. Danach können Sie Ihre Pläne mit erfahrenen KLAN-Mitgliedern beim "Stammtisch" diskutieren und sich einige gute Koiteiche ansehen. Sorgfältige Planung für Teich und Filter zahlen sich aus, denn nachträgliche Änderungen sind meist recht teuer und aufwendig.